Miscanthus zwischen Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und Hochwasserschutz
SPECIAL mit Sören Heidemann
Diese Folge wirft einen Blick auf eine Pflanze, die mehrere Meter hoch wĂ€chst, ĂŒber viele Jahre auf derselben FlĂ€che stehen kann und erstaunlich vielseitig ist. Miscanthus lĂ€sst sich als Einstreu, Mulch, Brennstoff oder Baustoff nutzen. Doch wie nachhaltig und wirtschaftlich ist der Anbau wirklich â und kann die Pflanze sogar beim Hochwasserschutz helfen?
đ± Was Miscanthus besonders macht
Miscanthus benötigt nach der erfolgreichen Etablierung vergleichsweise wenig DĂŒnger und Pflanzenschutz. Gleichzeitig liefert die Dauerkultur ĂŒber viele Jahre groĂe Mengen Biomasse. Doch der Anbau verlangt Geduld, langfristig verfĂŒgbare FlĂ€chen und verlĂ€ssliche Abnehmer. Deshalb geht es in dieser Folge nicht um ein vermeintliches Wundergras, sondern um Chancen, Grenzen und realistische Einsatzmöglichkeiten.
đïž Warum Nutzung und regionale KreislĂ€ufe entscheidend sind
Miscanthus kann verbrannt werden und fossile EnergietrÀger ersetzen. Besonders interessant wird die Pflanze jedoch bei der stofflichen Nutzung, etwa als Einstreu, Mulch, DÀmmstoff oder Bestandteil von Baustoffen. Damit das wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll funktioniert, braucht es kurze Transportwege, regionale Verarbeitung und langfristige Wertschöpfungsketten.
đ§Wie ein Gras Wasser zurĂŒckhalten kann
Zu Gast ist Sören Heidemann. Er ist wissenschaftliche Hilfskraft am Institut fĂŒr Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der UniversitĂ€t Bonn und absolviert derzeit seinen Master. In seiner Arbeit beschĂ€ftigt er sich mit den Möglichkeiten von Miscanthus beim Hochwasserschutz, bei der Wasserspeicherung und beim WasserrĂŒckhalt in der Landschaft. Gerade fĂŒr den Kreis Euskirchen stellt sich damit die Frage, ob Landwirtschaft auch einen stĂ€rkeren Beitrag zur Klimaanpassung und Starkregenvorsorge leisten kann.
đ§ Warum Miscanthus kein Wundergras, aber möglicherweise eine echte Chance fĂŒr Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und Hochwasserschutz ist, hört ihr in der aktuellen Folge von âAuf die Ohren, fertig, GRĂN!â

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