đ Welche Weichen der Haushaltsentwurf 2026 fĂŒr Blankenheim stellt
Der Haushaltsentwurf 2026 der Gemeinde Blankenheim ist kein Dokument fĂŒr den schnellen Blick. Wer sich intensiver mit den Zahlen befasst, erkennt schnell: Der laufende Betrieb steht strukturell unter Druck. Steigende Pflichtausgaben, wachsende Umlagen und unsichere Einnahmen fĂŒhren dazu, dass RĂŒcklagen zunehmend aufgezehrt werden. Dieser Haushalt zwingt zu Ehrlichkeit darĂŒber, was dauerhaft leistbar ist und wo Grenzen erreicht werden.
đïž Investieren trotz Defizit
Gleichzeitig wĂ€re es falsch, aus dieser Lage den Schluss zu ziehen, notwendige Investitionen aufzuschieben. Die vorgesehenen MaĂnahmen sind keine Prestigeprojekte, sondern Antworten auf reale Herausforderungen: den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, die energetische Sanierung öffentlicher GebĂ€ude sowie Investitionen in Sicherheit und Infrastruktur.
Viele dieser Projekte sind nur durch hohe Förderquoten möglich. Wer diese Chancen jetzt nicht nutzt, verschiebt Zukunft – mit langfristigen Folgen fĂŒr LebensqualitĂ€t und kommunale HandlungsfĂ€higkeit.
đ» Die Leerstelle: Digitale SouverĂ€nitĂ€t
Was im Haushaltsentwurf jedoch auffĂ€llig fehlt, ist eine erkennbare Strategie fĂŒr mehr digitale SouverĂ€nitĂ€t.
Dabei wird auf allen Ebenen intensiv darĂŒber diskutiert, wie abhĂ€ngig Kommunen von einzelnen Konzernen, geschlossenen Systemen und auĂereuropĂ€ischen Anbietern geworden sind. Diese AbhĂ€ngigkeiten sind lĂ€ngst spĂŒrbar – finanziell, organisatorisch und politisch.
Digitale Infrastruktur ist keine technische Randfrage mehr. Sie gehört zur kommunalen Daseinsvorsorge und entscheidet mit darĂŒber, wie handlungsfĂ€hig eine Verwaltung in Zukunft bleibt. Dass sich hierzu weder ein Ansatz noch eine Perspektive im Haushalt findet, ist eine verpasste Chance.
Genau hier sehe ich einen zentralen Punkt fĂŒr die anstehenden Haushaltsberatungen. Digitale SouverĂ€nitĂ€t darf kein Schlagwort bleiben. Sie muss sich konkret im Haushalt widerspiegeln.
đ§ Debatte statt Abnicken
Der Haushaltsentwurf 2026 ist keine Endfassung, sondern eine Arbeitsgrundlage. Die eigentliche politische Debatte beginnt jetzt – in den Fraktionen, im Gemeinderat und hoffentlich auch in der Ăffentlichkeit.

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