Durch die ablehnende Stellungnahme der IHK zu den beiden Schulstandorten bietet sich durchaus nochmal die Chance die eigene Haltung zu überprüfen. Aber auch hier findet die GRÜNE Kreistagsfraktion keinerlei Aspekte, die unser eindeutiges Bekenntnis zu den Standorten Kall und Euskirchen auch nur im Ansatz in Frage stellen.
Die Stellungnahme der IHK und das präsentierte Gutachten sind weder aus politischer noch aus fachlicher Sicht zielführend und zeitgemäß zumal die aktuellen Bevölkerungsprognosen für die Region sprechen und unbedingt eine Stärkung des Standortes im Südkreis notwendig machen. Die beauftragte Machbarkeitsstudie macht zudem deutlich, dass mit dieser Herangehensweise die von der Politik gewünschte und notwendige bauliche Qualität und damit auch die zukünftige Strahlkraft nicht zu erreichen ist. Die Studie lässt die erforderliche ganzheitliche Betrachtung außer Acht!
Es bietet sich nun aber eine einmalige Chance einen strukturellen und nachhaltigen Qualitätssprung zu schaffen. Dazu muss alles auf den Prüfstand, auch sind ggf. schmerzhafte Entscheidungen zu treffen, wie Baumaßnahmen der letzten Jahre zurückzunehmen. Aber nur mit dem Fach- und Sachverstand von erfahrenen, hochqualifizierten und vor allem unabhängigen Planungsteams aus Ingenieuren und Architekten sowie unter Einbindung möglichst unterschiedlicher, innovativer Planungsalternativen, können wir das Ziel von zukunftsfähigen und attraktiven Berufskollegs im Kreis Euskirchen erreichen!
Die bisher geleistete Arbeit war dennoch nicht vergebens. Die inhaltlichen Vorgaben der Pädagogen wie auch die Machbarkeitsstudie können als Grundlage für die nun einzuleitenden Schritte eines allumfassenden Planungsansatzes sein. Dabei geht es darum möglichst viele und unterschiedliche Ideenansätze über einen Architektenwettbewerb zu generieren. Nur so kann die zukunftsfähige Schullandschaft im Kreis Euskirchen gelingen.
Ziel muss es sein, einen vorbildlichen pädagogisch wertvollen Lernraum zu schaffen, der eine Attraktivität ausstrahlt, den die Berufsschüler:innen gerne besuchen und sich später positiv erinnern!
Die Aufführungen der Kreistagsfraktion fanden nahezu uneingeschränkte Zustimmung und mündeten in dem Auftrag an die Verwaltung, einen geeigneten Planungsprozess zu starten. Die Aufgabe ist nun, die einzelnen Planungsschritte stets abzufragen und aktiv zu begleiten.

Verwandte Artikel
⚖️ Gemeindehaushalt 2026 – Kein Spielraum für Stillstand
Zukunft braucht Entscheidungen
Der Haushalt 2026 bringt Blankenheim an einen entscheidenden Punkt. Enge finanzielle Spielräume treffen auf notwendige Investitionen in Waldumbau, moderne Beschaffung und digitale Souveränität. Wegducken ist keine Option. Warum wir trotzdem gestalten und klare Prioritäten setzen, erläutere ich in meinem Beitrag.
Weiterlesen »
🛡️ Zwischen Weltpolitik und Rathaus – warum digitale Souveränität vor Ort beginnt
Digitale Souveränität für Blankenheim
Digitale Systeme sind heute das Rückgrat unserer Kommune. Wir setzen uns dafür ein, digitale Abhängigkeiten zu prüfen und unsere Verwaltung langfristig sicher, unabhängig und zukunftsfähig aufzustellen. Warum digitale Souveränität für Blankenheim jetzt wichtig ist, erklären wir hier.
Weiterlesen »
♨️ Wärme. Wandel. Wirklichkeit – Kommunale Wärmeplanung Blankenheim
Was die kommunale Wärmeplanung für Blankenheim jetzt bedeutet
Blankenheim steht vor wichtigen Entscheidungen: Viele alte Heizsysteme, steigende Energiekosten – aber auch große Chancen für eine moderne, erneuerbare Wärmeversorgung. Der neue Abschlussbericht zeigt erstmals detailliert, wo wir heute stehen und welche Wege für unsere Gemeinde realistisch sind.
Weiterlesen »