Massentierhaltung

Das auf Kostenoptimierung und Gewinnmaximierung setzende Agrarsystem führt aufgrund des wirtschaftlichen Drucks automatisch zu ökologischen Defiziten bis hin zu Auswüchsen wie dem Pferdefleisch-Skandal oder der Aflatoxin-Verunreiniung von Futtermitteln. Die stetig fortschreitende Industrialisierung und Intensivierung der Landwirtschaft vernichtet Arbeitsplätze statt sie zu schaffen. Viele Nutztiere sind aus unserem Landschaftsbild verschwunden und werden nur noch in großen Ställen auf engstem Raum zusammengepfercht gehalten. Mittlerweile ist die Massentierhaltung auch im Kreis Euskirchen angekommen, dass zeigen immer mehr Massentier-Stallungen sowie Genehmigungsanträge für weitere. Wir GRÜNE sind die einzige Partei, die aktiv gegen diese Art der Tierhaltung Präsenz zeigt.

Tier- und Mensch von Auswirkungen betroffen

Diese industriellen Mastanlagen belasten die Umwelt und werden von Anwohnern abgelehnt. Eine solche Tierhaltung macht Tiere krank und erfordert einen überhöhten Einsatz von Antibiotika. Der übermäßige Anfall von Gülle und Mist aus der Massentierhaltung wird nicht sinnvoll verwertet und führt zu deutlich erhöhten Nitratgehalten in unserem Grundwasser. Zur Fütterung der großen Viehbestände wird massenhaft Mais angebaut und Soja importiert – eine tickende Zeitbombe für die Erhaltung der Artenvielfalt – nicht nur in unserer Landschaft. Verstärkt wird der Anbau von Monokulturen durch die Fehlentwicklung im Betrieb von Biogasanlagen.

Ich setze mich dafür ein, dass weder Gülle aus anderen Regionen oder Ländern, wie z. B. den Niederlanden auf unseren Wiesen und Äckern landet noch weitere Großmastanlagen in unserem Kreis zugelassen und genehmigt werden. Wir GRÜNE wollen, dass unsere kommunalen Flächen für eine vielfältige und naturgerechte Landwirtschaft genutzt werden und kommunale Einrichtungen Produkte aus regionaler und umweltgerechter Landwirtschaft verwenden.

Genmais, Monokulturen und Grundwasserschutz

Wir GRÜNE lehnen Gen-Food und Agro-Gentechnik ab. Agro-Gentechnik schafft Monokulturen auf den Äckern, Abhängigkeiten von großen Chemiekonzernen und Risiken für Mensch und Umwelt. Unser wichtigstes Lebensmittel, das Wasser, welches Grundlage für fast alle Nahrungsmittel ist, wird durch Spritzmittel sowie die übermäßige Ausbringung von Gülle gefährdet. Daher wollen wir ein besonderes Augenmerk auf den Grundwasserschutz vor Ort legen. Wir GRÜNE wollen die hohe Qualität der Wasserversorgung sichern und zukünftig auch bei allen Baumaßnahmen die Flächenversiegelung und das Grundwassermanagement gesondert berücksichtigen. Ich begrüße, dass so schnell wie möglich ein Wasserschutzgebiet Seidenbach/Olbrück ausgewiesen wird. Zum Schutz der Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger.

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