Miteinander gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt

Ein brutaler Angriff auf die Demokratie

Mit der Messer-Attacke auf die Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker hat die Gewaltbereitschaft rechtsgerichteter Strömungen einen weiteren traurigen und nicht hinnehmbaren Höhepunkt erreicht. Rechtsextremismus und Rassismus rückten in den letzten Monaten mehr und mehr in die Mitte der Gesellschaft. Angetrieben von absurden Behauptungen gegen flüchtige Menschen aus Krisengebieten, die um ihr Überleben kämpfen.

Ob publizierte Mutmaßungen in textlicher oder grafischer Form den Tatsachen entsprechen, wird all zu oft vor der weiteren Verbreitung nicht überprüft. Könnte sich doch herausstellen, dass sich der wirkliche Sachverhalt anders dargestellt, als er rechtspopulistisch in Umlauf gebracht wird. Fakten spielen dann keinerlei Rolle mehr, sind doch hetzen und in einem Strom mit schwimmen viel einfacher, als sich wirklich umfassend mit einer Angelegenheit und den Zusammenhängen zu befassen.

Immer mehr Menschen verlieren die Motivation, sich politisch zu engagieren. Für mich durchaus verständlich, entscheidet man sich gleichzeitig mit dem Entschluss Politik zu machen auch dafür, sich beschimpfen und beleidigen zu lassen. Auch Drohungen sind immer wieder zu lesen und erst kürzlich waren auf einer „Pegida“-Demonstration in Dresden „reservierte“ Galgen für Sigmar Gabriel und Angela Merkel zu sehen. Dass derart schnell aus den absurden Gedanken und Darstellungen Wirklichkeit wird und Politiker*innen gar in der kommunalen Ebene, die für ihre menschenrechtlichen und demokratischen Überzeugungen stehen Angst um ihr Leben haben müssen, schockiert mich sehr. In welche Richtung entwickelt sich unsere Gesellschaft derzeit?

Dieses Attentat ist ein Angriff auf alle Menschen, die für Demokratie stehen und sich für ein friedliches Miteinander einsetzen. Die Antwort auf eine derart grausame und feige Tat kann nur heißen:

 

„Zusammenrücken und gemeinsam gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt vorgehen!“

 

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